Kopenhagen abseits der Touristenpfade: stille Orte für Kenner

Wer nach Kopenhagen Sehenswürdigkeiten Geheimtipps sucht, findet abseits der Kleinen Meerjungfrau und des Nyhavn eine ruhigere Stadt: den Assistens-Friedhof als Park, das Viertel Nordvest mit Werkstattcafés, die Cisternerne unter dem Frederiksberg-Hügel und den Reffen-Streetfood-Markt auf Refshaleøen. Diese Orte kosten wenig, sind gut erreichbar und zeigen den Alltag der Kopenhagener statt der Postkartenmotive.

Warum lohnen sich Geheimtipps neben den bekannten Sehenswürdigkeiten?

Geheimtipps lohnen sich, weil die Hauptattraktionen Kopenhagens im Sommer stark überlaufen sind und wenig vom Stadtleben zeigen. Die Kleine Meerjungfrau etwa ist nur 1,25 Meter hoch und wird täglich von tausenden Menschen umringt.

Kopenhagen ist mit dem Rad ideal zu erkunden: Laut dem Bicycle Account der Stadt Kopenhagen (2022) entfällt ein großer Teil aller Arbeits- und Ausbildungswege auf das Fahrrad (State of Green). Wer die Nebenstraßen nimmt, sieht mehr als der Bustourist.

Die hier genannten Orte liegen alle innerhalb von 20 Fahrradminuten vom Zentrum. Sie eignen sich für einen zweiten oder dritten Reisetag, wenn die Klassiker abgehakt sind.

Welche Kopenhagen Sehenswürdigkeiten sind echte Geheimtipps?

Zu den echten Geheimtipps zählen der Assistens-Friedhof, die unterirdischen Cisternerne, das Streetfood-Areal Reffen und der Superkilen-Park in Nørrebro. Diese vier Orte verbinden Ruhe, Geschichte und lokales Leben – und stehen in kaum einem Standardreiseführer weit oben.

Assistens Kirkegård – Friedhof als grüne Oase

Der Assistens Kirkegård in Nørrebro ist ein Friedhof, der zugleich als öffentlicher Park genutzt wird. Hier liegen der Märchendichter Hans Christian Andersen und der Physiker Niels Bohr begraben (Wikipedia).

Zwischen alten Bäumen sitzen Einheimische auf Bänken und lesen. Der Eintritt ist frei, geöffnet ist täglich von morgens bis in den Abend.

Cisternerne – Ausstellungen unter der Erde

Die Cisternerne sind ehemalige unterirdische Trinkwasserspeicher unter dem Søndermarken-Park bei Frederiksberg. Heute zeigen sie wechselnde Kunstinstallationen in tropfenden Gewölben mit besonderer Akustik.

Der Ort bleibt konstant kühl und ist selbst an heißen Sommertagen angenehm. Ein Besuch dauert etwa 45 bis 60 Minuten.

Reffen und Refshaleøen – Streetfood am Wasser

Reffen ist ein Streetfood-Markt auf der ehemaligen Werftinsel Refshaleøen im Kopenhagener Hafen. Statt teurer Restaurants gibt es hier Stände mit Gerichten aus aller Welt und Blick aufs Wasser.

Die Insel erreichst du mit der Hafenfähre oder in rund 15 Radminuten vom Zentrum. In der Nähe liegt auch die Kunsthalle Copenhagen Contemporary.

Superkilen – Park der Nationen in Nørrebro

Der Superkilen ist ein Stadtpark, der Objekte aus über 50 Ländern versammelt – von einem thailändischen Boxring bis zu marokkanischen Brunnen. Der rote Platz mit geschwungenen Linien ist ein beliebtes Fotomotiv der Kopenhagener.

Wie plane ich Kopenhagen Sehenswürdigkeiten Geheimtipps in einen Tag?

Am besten kombinierst du geografisch nahe Orte: Vormittags Nørrebro mit Assistens Kirkegård und Superkilen, mittags Streetfood, nachmittags Frederiksberg mit den Cisternerne. Ein Leihrad verbindet alle Stationen in wenigen Minuten.

Wer zuerst die klassischen Ziele der Stadt abhaken möchte, findet einen Überblick in unserem Beitrag zu den Kopenhagen Sehenswürdigkeiten.

Überblick: Geheimtipps im Vergleich

Ort Viertel Eintritt Zeitbedarf
Assistens Kirkegård Nørrebro kostenlos 45–90 Min.
Cisternerne Frederiksberg kostenpflichtig 45–60 Min.
Reffen Refshaleøen kostenlos (Essen extra) 1–2 Std.
Superkilen Nørrebro kostenlos 30–45 Min.

Was kosten Geheimtipps im Vergleich zu den Klassikern?

Die meisten Geheimtipps in Kopenhagen sind kostenlos, während Klassiker wie Tivoli oder der Runde Turm (Rundetårn) Eintritt verlangen. Ein Fahrrad-Leihtag ersetzt teure Hop-on-Hop-off-Busse und macht die Stadt günstig erlebbar.

Rechne für Streetfood auf Reffen mit rund 90 bis 150 Kronen pro Gericht (Stand: 2024; Preise können saisonal schwanken). Parks und der Friedhof kosten nichts, die Cisternerne verlangen einen moderaten Eintritt.

Wann ist die beste Zeit für die versteckten Orte?

Die beste Zeit ist der frühe Vormittag oder der späte Nachmittag außerhalb der Ferienwochen im Juli. Dann sind Parks und Cafés ruhiger, und das Licht über dem Hafen ist am schönsten.

Im Winter bleiben viele Streetfood-Stände geschlossen, dafür sind Cisternerne und Museen ideal. Prüfe die Öffnungszeiten vorab, da sie saisonal wechseln.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Kopenhagen Geheimtipps sind kostenlos?

Kostenlos sind der Assistens-Friedhof in Nørrebro, der Superkilen-Park, der Reffen-Markt (Essen kostet extra) sowie die meisten Hafenpromenaden und Aussichtspunkte. Damit lässt sich ein ganzer Tag ohne Eintrittsgebühren gestalten, wenn du für Transport und Verpflegung selbst sorgst. Nur einzelne Attraktionen wie die Cisternerne verlangen einen Eintritt.

Wie erreiche ich die versteckten Sehenswürdigkeiten am besten?

Am praktischsten ist das Fahrrad, da Kopenhagen ein durchgängiges Radwegenetz hat und alle genannten Orte innerhalb von 20 Minuten vom Zentrum liegen – wer stattdessen mit dem Auto anreist, findet die Stadt ebenfalls gut vernetzt. Alternativ verbinden Metro und Hafenfähren die Viertel zuverlässig. Refshaleøen mit dem Reffen-Markt erreichst du besonders reizvoll per Fähre über den Hafen.

Sind die Geheimtipps auch mit Kindern geeignet?

Ja, die meisten Orte eignen sich gut für Familien. Der Superkilen-Park bietet Spielgeräte, Reffen hat große Freiflächen und vielfältiges Essen, und der Assistens-Friedhof lädt zum ruhigen Spaziergang ein. Die Cisternerne sind je nach Ausstellung ebenfalls für neugierige Kinder spannend, aber teils dunkel und feucht.

Wie viele Tage brauche ich für Kopenhagen abseits der Klassiker?

Zwei bis drei Tage reichen, um sowohl die bekannten Sehenswürdigkeiten als auch mehrere Geheimtipps zu erleben. Ein Tag für die Klassiker, ein Tag für Nørrebro und Frederiksberg sowie ein halber Tag für den Hafen und Refshaleøen ergeben eine ausgewogene Mischung. Ein Leihrad spart dabei viel Zeit.

Fazit

Kopenhagen zeigt seine schönste Seite dort, wo die Reisebusse nicht halten: auf einem Friedhofspark, in unterirdischen Gewölben und an Streetfood-Ständen am Hafen. Diese Geheimtipps sind günstig, gut vernetzt und ehrlich lokal. Schnapp dir ein Leihrad, plane einen freien Nachmittag ein und entdecke die Stadt jenseits der Postkarte – und stöbere für weitere Ziele durch die schönsten Städte Dänemarks.